Snoezelenraum-Vorstellung-2019

Stiftung stattet Snoezelenräume aus

Nach der Ausstattung von zwei Pflegezimmern für Kurzzeitwohnen im Wohnheim St. Ansgar in Friesoythe, hat die Stiftung Caritas-Verein Altenoythe nun ein neues Förderprojekt verwirklicht. So stellten die Kuratoriumsmitglieder der Stiftung, Josef Wolking (stellv. Vorsitzender), Dorothea Abeln, Franz Thiemann, Hubert Weddehage und Heinz Wessels, zusammen mit Andreas Wieborg, Geschäftsführer der Stiftung, und Gabriela Makkos, Leiterin der „KITA für ALLE – Ich bin Ich“, nun die neuen Snoezelenräume auf dem Gelände der Kita und der Tagesbildungsstätte Sophie-Scholl-Schule an der Vitusstraße 6 in Altenoythe vor.

„Nachdem die beiden Räume, die zusammen ca. 40m² umfassen, im August ausgestattet wurden und die Mitarbeiter der Kita und Sophie-Scholl-Schule in der vergangenen Woche eine entsprechende Fortbildung zum Snoezelen besucht haben, bietet die Methode ab sofort den Kindern und Jugendlichen der beiden Einrichtungen verschiedenste Formen der Entspannung und Reizwahrnehmung.“, freut sich Andreas Wieborg. Bereitgestellt hat die Stiftung für die spezielle Ausstattung, wie z.B. Wasserbetten, verschiedene Licht- und Musikinstallationen sowie Blasensäulen, insgesamt rund 21.250,- Euro.

„Das Konzept „Snoezelen“ stammt ursprünglich aus den Niederlanden und wurde in den 1970er Jahren in Einrichtungen für Menschen mit schwerer geistiger Behinderung entwickelt. Es ist eine Wortschöpfung aus den beiden niederländischen Worten „snuffelen“ (schnüffeln, schnuppern) und „doezelen“ (dösen, schlummern).“, berichtet Gabriela Makkos. Die speziell ausgestatteten Räume bieten bequeme Liege- und Sitzmöglichkeiten sowie Installationen, die leise Klänge und Melodien sowie Lichteffekte wiedergeben. „Das Snoezelen soll immer Wohlbefinden sowie Geborgenheit erzeugen und durch die ruhige Atmosphäre für Entspannung sorgen. Daneben kann es zur gezielten Förderung, strukturierten Therapie, pädagogischen Arbeit oder auch für verschiedene Methoden der Physiotherapie genutzt werden.“, erklärt Makkos weiter. Schnell wurde das Geheimnis des Snoezelens auch über die Landesgrenzen bekannt, seit den 90er Jahren kann man von einer weltweiten Verbreitung sprechen. Konzentrierte sich das Angebot ursprünglich auf Menschen mit schwerer Behinderung, werden mittlerweile alle Altersgruppen und Menschen in verschiedenen Lebensumständen angesprochen. So wird das Snoezelen beispielsweise auch in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Seniorenheimen angewendet.

Ganz nach dem Motto: Nach dem Projekt ist vor dem Projekt, unterstützt das Kuratorium der Stiftung Caritas-Verein Altenoythe bereits ein neues Förderprojekt. So soll nun die Modernisierung des „Offenen Spielplatzes“ an der Vitusstraße, der vor über 40 Jahren eröffnet wurde, umgesetzt werden. „Einige Bestandteile des Spielplatzes sollen in diesem Zusammenhang saniert werden, andere ergänzt werden, so dass er für alle Kinder in Altenoythe und Umgebung inklusive Spiel-, Bewegungs- und Begegnungsmöglichkeiten bietet.“, fasst Wieborg zusammen.